Das gilt vom Produktionsprozess über die Intralogistik - bei der Auslagerung von Zuckersäcken und -eimern auf Europaletten aus dem Hochregallager - bis hin zur Beladung von Lkw, die an der Laderampe andocken. Ermöglicht wird dies durch kompetente Partner wie den Sensorspezialisten Leuze. In Zusammenarbeit mit Südzucker wurde eine effiziente Sicherheitslösung auf die spezifische Anwendung des Unternehmens zugeschnitten.

Auf ihrem Weg zum Zucker muss eine Rübe zunächst mehrere Stufen durchlaufen. Der erste davon ist der Wiegevorgang. Wie bei allen innerbetrieblichen Prozessen gilt auch beim Entladen die Regel "Sicherheit geht vor". Dafür sorgen mehrere von Leuze installierte MLD-Sicherheitssensoren. Diese Sensoren sind Teil des von Leuze für Südzucker entwickelten Sicherheitskonzepts. Während einer Zuckerkampagne werden die sieben Zuckertürme" auf dem Südzucker-Werksgelände befüllt. Diese Türme dienen als Silos und enthalten den gesamten Vorrat bis zur nächsten Ernte.
Das Hochregallager im Werk Ochsenfurt ist riesig: Es bietet mehr als 72.000 Stellplätze. In den sieben Gassen finden bis zu 6.000 Europaletten Platz, auf denen Säcke und Eimer gelagert werden. Die verpackte Ware im Hochregallager ist bereits mit Stretchfolie auf den Europaletten gesichert, um die Ware beim Transport zu schützen. Im Durchschnitt dauert ein kompletter Lagerumschlag nicht länger als vier Wochen.

Je nach Auslagerungsmenge verlassen täglich zwischen 10 und 25 Lkw mit Zucker das Werk Ochsenfurt. Die bestellten Europaletten gelangen über Rollenbahnen an das Ende der Logistikkette: eine fünfspurige Schwerkraftbahn, die über einen Querförderer mit Paletten beladen wird. Die fünf Rollenbahnen der Schwerkraftbahn liegen direkt nebeneinander. Transportfähige Europaletten werden direkt auf die Schwerkraftbahn übergeben und zu ihrem Übergabepunkt transportiert. Welche der fünf Bahnen angesteuert wird, legt die Lagerlogistik durch Eingabe des jeweiligen Auftrags fest. Noch nicht transportfähige Europaletten werden vor der Zuführung auf einen separaten Folienwickler gestellt. Gesichert wird dieser Prozess durch begehbare MLD-Sicherungen von Leuze. Hier werden diese Paletten vor dem Transport in Folie eingewickelt, so dass auch sie auf ihrer Europalette gesichert sind. Wenn die Paletten das Ende des leicht geneigten Transportsystems erreichen, werden sie durch mechanische Bremsen zum Stillstand gebracht. Die Tieflader nehmen die Paletten an der Übergabestelle auf, transportieren sie zu den angedockten Lkw und beladen sie direkt.
Die Zugangssicherung für den fünfgleisigen Palettentransport aus dem Lager bei Südzucker übernehmen jetzt zwei vertikale Leuze Sicherheits-Laserscanner RSL 400. Zusammen bilden sie ein vertikales Schutzfeld, das alle Gleise abdeckt. Das Sicherheitssystem erhält vom Leitsystem die Information, auf welchem Gleis die Palette transportiert wird und stellt die Schutzfelder der beiden Laserscanner kurz vor der Überfahrt der Palette entsprechend ein. Nähert sich eine Palette der Übergabestation zur Entnahme, wird dies der Anlagensteuerung mitgeteilt und ein Schutzfeld in der Größe der Palette und an der entsprechenden Stelle deaktiviert. Nach dem Passieren der Palette werden die Schutzfelder der Sicherheits-Laserscanner wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurückgesetzt und damit der Transportbereich wieder vollständig "geschlossen". Auf diese Weise ist eine lückenlose Sicherheit während der Transportzyklen gewährleistet. Diese Lösung garantiert zudem eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Das Sicherheitssystem benötigt keine zusätzlichen Signale, z.B. von Muting-Sensoren. Damit gibt es auch keine systembedingten baulichen Einschränkungen. Die Lösung ist manipulationssicher und ideal für die Nachrüstung in bestehende Anlagen: Die beiden Sicherheits-Laserscanner werden von eigenen vorprogrammierten Sicherheits-Kompaktsteuerungen angesteuert und über zweikanalige Sicherheitsausgänge in die Anlage integriert. Notwendige Softwareanpassungen zur Steuerung und Konfiguration der Sicherheitsfelder der Laserscanner werden einfach durchgeführt, optional auch als Leuze-Dienstleistung für die jeweiligen Anwendungsanforderungen.

Als zuverlässiger Partner für effiziente Sensorlösungen bietet Leuze seinen Kunden Sicherheitsprodukte, Sicherheitsdienstleistungen und Sicherheitslösungen über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine. Die Sicherheitsexperten von Leuze verfügen über umfassende Kenntnisse der aktuellen Normen und Standards sowie über umfangreiche Erfahrungen bei der Erstellung von Sicherheitskonzepten. Sie entwickeln effiziente, innovative und zuverlässige Sicherheitslösungen für den Einsatz in automatisierten Umgebungen. Professionelle Projektteams begleiten ihre Kunden während des gesamten Prozesses - von der Bedarfsermittlung bis zur Sicherheitsabnahme. Die Experten von Leuze sorgen dafür, dass die Sicherheitslösung den Anforderungen des Kunden entspricht und das Projekt reibungslos abläuft. Sie basieren zudem auf qualifizierten Sicherheitskonzepten, die bei Bedarf auch individuell erweitert oder neu erstellt werden können. Jede Lösung wird individuell an das jeweilige Anlagenlayout angepasst und beinhaltet alle notwendigen Hard- und Softwarekomponenten, Engineering-Leistungen wie Steuerungsprogrammierung und -konfiguration entsprechend den Projektanforderungen, Inbetriebnahmeunterstützung, Validierung der Sicherheitsfunktion und eine umfassende Dokumentation. Das spart Zeit und Geld und garantiert optimale Sicherheit. Die innovativen, intelligenten Sicherheitskonzepte bieten auch dort Sicherheit ohne Lücken und reibungslose Abläufe, wo klassische Konzepte an ihre Grenzen stoßen.