Neue Geschäftsmodelle, eine belastbare, ressourceneffiziente Produktion und weniger Ausfallzeiten durch Transparenz in den relevanten Daten - die Herausforderungen für Maschinenbauer und ihre Kunden wachsen. Auf der SPS in Nürnberg zeigte Lenze digitale Lösungen sowie Soft- und Hardware für die Aufgaben von heute. Die Digitalisierung und die Beschleunigung von Prozessen in Produktion, Service und Entwicklung stehen dabei im Mittelpunkt.
Viele Maschinenbauer haben die Digitalisierung ihrer Produkte und Prozesse angepriesen, aber allzu oft fehlt es an konkreten Szenarien, die sich auch für sie auszahlen. Zudem mangelt es an Fachwissen bei den Dienstleistern und am Überblick über die Anlagen in der Produktion. An dieser Stelle setzt Lenze an. Die Automatisierungsspezialisten aus Hameln konzentrieren sich auf Anwendungsfälle, die Maschinenbauern und Betreibern schnell und konkret einen Mehrwert bieten.
Fertigungsunternehmen haben ein Interesse daran, die Wartungs- und Reparaturkosten durch effiziente Planung zu minimieren. Damit dies gelingt, müssen die Anwender wissen, welche Anlagen tatsächlich installiert sind. Lenze will die Verwaltung aller installierten Assets vereinfachen, so dass zum Beispiel bei einem Maschinenausfall schnell alle relevanten Informationen abgerufen werden können. Das Servicepersonal wird dann über das IoT-Gateway X4 Remote per E-Mail oder Microsoft Teams benachrichtigt und kann die Störung entsprechend identifizieren und beheben. Ausgangspunkt dafür ist Lenze FAST. In den vergangenen Monaten hat Lenze die bewährte Software-Toolbox zu einem Framework ausgebaut. Dabei spielt der digitale Zwilling eine wichtige Rolle. Das Herzstück des FAST-Frameworks ist eine serviceorientierte Softwarearchitektur, die den heutigen Anforderungen an Maschinenvisualisierung, IIoT und Cloud noch besser gerecht wird. Ein Beispiel ist das Asset- und Fehlermanagement von Lenze, bei dem der optimierte Zugriff auf Asset-Informationen durch ein automatisiertes Fehlermanagement ergänzt wird. Maschinenanwender profitieren besonders von der vollständigen Sichtbarkeit von Maschinen und Anlagen. Maschinenbediener und Techniker des Maschinenherstellers können aus der Ferne auf Diagnoseinformationen zugreifen und Probleme effizient beheben. Ein Ticketing-System, das bereits Informationen zum Maschinenstatus enthält, hilft dabei.
OEE ist in vielen Unternehmen immer noch das Sorgenkind. Will man Maschinenstillstände minimieren und Durchlaufzeiten optimieren, müssen relevante Informationen von Bauteilen und Maschinen uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Doch oft mangelt es an Daten und noch öfter an Transparenz. Das ändert sich jetzt mit OEE & Downtime Tracking. Es sorgt für mehr Transparenz im Produktionsprozess ohne zusätzliche Hardware oder Sensoren. Zunächst wird die OEE in der SPS berechnet. Die Ergebnisse werden auf vorkonfigurierten Dashboards für den Anwender visualisiert. Mit dem EASY UI Designer kann der Anwender die Visualisierung auch selbst konfigurieren. Umfangreiche Analysemöglichkeiten bietet das Downtime Tracking. Hier werden die OEE-Faktoren "Verfügbarkeit" und "Performance" im Detail untersucht. Bei der Kommunikation setzt Lenze auf OPC UA und MQTT und sichert damit die Konnektivität für zukünftige Technologien. Der Datenfluss von der SPS zur Cloud ist gewährleistet und auch ohne Cloud-Konnektivität können Live-Daten in Echtzeit an ein Panel oder HMI gesendet werden. Dies sorgt für mehr Transparenz und Motivation für den Maschinenanwender. Für den Maschinenbauer ist die Anwendung eine einfache Möglichkeit, die Maschinenleistung und -verfügbarkeit entsprechend den Anforderungen des Endkunden darzustellen. Der Endkunde kann dank der Daten seine Produktivität steigern oder stabilisieren. OEE & Downtime Tracking ist somit die Grundlage für eine faktenbasierte Produktionsoptimierung auf Basis von Echtdaten.
Neben Software und digitalen Lösungen präsentierte Lenze auf der Messe auch entsprechende Hardware. Als Vorschau konnten die Besucher einen Blick auf den neuen Servoverstärker i750 werfen. Dieser wird unter einer Lenze-Steuerung das neue Standardelement einer zukunftsorientierten Automatisierungslösung sein. Die wichtigsten Merkmale sind im Folgenden aufgeführt:
Kombiniert mit den bereits erwähnten Softwareanwendungen und den digitalen Dienstleistungen aus dem Lenze-Automatisierungssystem entsteht ein Motion-Control-Konzept, das seinesgleichen sucht.