Die Digitalisierung kann Unternehmen viel bringen. Aber sie ist nicht selbstverständlich. Die Technologie ist vorhanden, aber es kommt darauf an, sie in die eigenen Produktions- und Geschäftsprozesse zu übertragen. Dazu braucht man kompetente Partner. Automotion ist einer von ihnen. Das Unternehmen ist das Motion Competence Center von Schneider Electric und unterstützt Maschinenbauer und Systemintegratoren bei der Entwicklung ihrer Maschinen. Eine der Lösungen, die zu Recht viel Aufmerksamkeit erhält, ist Lexium MC12, ein flexibles und modulares Fördersystem, das die Leistungsfähigkeit und Flexibilität von Maschinen und allgemeiner Automatisierung deutlich verbessert.

Die Wurzeln von Automotion reichen bis ins Jahr 93 zurück. Seit seiner Gründung hilft der Automatisierungsspezialist aus Lievegem Maschinenbauern und Integratoren, Mehrwert zu schaffen. ’Das Tandem Automotion - Schneider Electric stärkt sich gegenseitig in dieser Rolle. Auf der einen Seite hat man die Stärke eines multinationalen Unternehmens, das globale Verfügbarkeit und Stabilität garantieren kann. Auf der anderen Seite sprechen die Unternehmen mit einem KMU, das kurze Kommunikationswege hat und schnell umschalten kann“, erklärt Bart Van Quickelberghe, Geschäftsführer von Automotion. Eine Formel, die sich auf dem Markt eindeutig durchsetzt. Inzwischen wird die strategische Zusammenarbeit auch durch die Ausweitung der Aktivitäten auf die Niederlande und Deutschland breiter unterstützt.
Digitalisierung für mehr Flexibilität
Eine wichtige Zielgruppe für Automotion und Schneider Electric ist die Lebensmittelindustrie. Rick Laan, Offer Manager Motion Control & Robotics bei Schneider Electric: “Eine Branche, die sich einer weitreichenden Automatisierung und Digitalisierung verschrieben hat und die aufgrund ihrer absoluten Fokussierung auf Lebensmittelsicherheit das gewisse Etwas mehr an Know-how verlangt, um gut funktionierende, hygienische Lösungen zu erzielen. High-End-Motion und Robotik sind bereits an der Tagesordnung. Jetzt kommt es darauf an, diese mit der Digitalisierung zu verknüpfen, damit die Lebensmittelunternehmen die nächsten Schritte zu noch mehr Flexibilität gehen können.”

Die perfekte Technologie dafür ist das intelligente Transportsystem Lexium MC12 in Kombination mit der digitalen Zwillingstechnologie. Multi-Carrier zum Bewegen, Gruppieren und Positionieren von Produkten, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Produktivität und Flexibilität zu erhöhen und eine schnellere Markteinführung zu erreichen. “Lebensmittelunternehmen müssen heute sehr dynamisch auf die sich ändernden Verbraucherwünsche reagieren. Mit der Einführung von Lexium MC12 können sie ihre Produktion flexibel an diese Anforderungen anpassen, da Änderungen nur in der Software und nicht in der Hardware vorgenommen werden müssen. Eine revolutionäre Arbeitsweise: Wo Ihre Verpackungslinie früher um ein Produkt herum aufgebaut war, können Sie jetzt an andere Verpackungen, Typen ... in ein und derselben Maschine denken. Die Umrüstzeiten werden auf ein absolutes Minimum reduziert”, sagt Van Quickelberghe.
Aber wie funktioniert das eigentlich? “Lexium MC12 steuert den internen Produkttransport in einer Maschine auf schnelle, flexible und präzise Weise. Der Benutzer erstellt die gewünschte Bahn mit Segmenten und Produktträgern, die auf linearer Bewegungstechnologie basieren. Die sich auf geführten Schienen bewegenden Träger werden dann einzeln gesteuert, so dass für jedes Produkt die richtige Reihenfolge der Arbeitsgänge gewählt werden kann. Diese Abfolge kann für den nächsten Träger völlig anders sein, ohne dass mechanische Anpassungen erforderlich sind. Das macht dieses System so flexibel und dynamisch”, fasst Laan das Konzept zusammen. Bereits in der Entwicklungsphase wurde die Lebensmittelindustrie als Zielgruppe im Auge behalten. Das System genießt daher die Schutzart IP65, was eine gute Verwendbarkeit gewährleistet.

Schneider Electric fördert und genießt seine Innovation gleichzeitig selbst. Dort sind die Lexium MC12 Multi-Carrier in verschiedenen Produktionsstätten weit verbreitet. “Überall dort, wo Lebensmittelunternehmen einen Schritt in Richtung Digitalisierung machen wollen, kann dieses System einen Mehrwert bieten. Das verdankt es seiner universellen Einsetzbarkeit. Ein MC12-Konzept ist fast immer integraler Bestandteil einer Gesamtlösung, bei der diese Einheit im Mittelpunkt steht und alle Prozesse und Peripheriegeräte nahtlos ineinandergreifen sollten. Wir verknüpfen Software und Hardware zu einem integrierten Ganzen. Alles kann von ein und demselben Controller gesteuert werden. Schneider setzt dafür den PacDrive Motion Controller ein. Industrie 4.0-Technologie mag komplex erscheinen, aber es kommt darauf an, sie in benutzerfreundliche, einfach zu bedienende Lösungen zu übersetzen. Das ist die Stärke unserer Partnerschaft”, so Van Quickelberghe abschließend.