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Automatisierung und Logistik: eine Traumehe in voller Entwicklung
Factory Logistics in Gent ist ein Testzentrum für neue Technologien im Logistikbereich: 5G, AGV, HoloLens usw. ....

Automatisierung und Logistik: eine Traumehe in vollem Gange

Zwei neue Demonstranten in Zeebrügge und Gent

Die Kontrolle und Steuerung der logistischen Versorgungskette ist zunehmend eine Frage der Automatisierung. Obwohl die Technologie rund um Vernetzung, Datenverarbeitung und künstliche Intelligenz eine Vielzahl neuer Möglichkeiten schafft, hinkt Flandern dieser Entwicklung derzeit noch etwas hinterher. Mehrere fortschrittliche Initiativen hoffen daher, diesen Rückstand aufzuholen.

Es gibt nur wenige Sektoren, die so unmittelbar von der Technologie beeinflusst werden wie die Welt der Logistik. Die sich wandelnden Bedürfnisse und Erwartungen schaffen daher hier einen hohen Innovationsbedarf. Die Klimaherausforderung sollte hier als ein riesiger Teilchenbeschleuniger verstanden werden. Transport und Logistik nachhaltiger zu machen, läuft also fast per Definition auf den Einsatz innovativer Technologien und Datenverarbeitungssysteme hinaus. 

Die Umstellung, die oft als "Logistik 4.0" bezeichnet wird, bietet der Geschäftswelt enorme Chancen, ist aber auch mit hohen Kosten verbunden. Infolgedessen ist die praktische Umsetzung der Automatisierung vor allem eine Aufgabe für die großen Unternehmen. Dies ist ein weiterer Grund, warum Belgien als KMU-Land immer noch deutlich hinter seinen Nachbarländern zurückbleibt. Um diesem Rückstand entgegenzuwirken und den Übergang zu einem stärker automatisierten Logistiksektor zu beschleunigen, hat die Regierung kürzlich mehrere Initiativen gestartet. Auf diese Weise hofft sie, die wirtschaftliche Schlagkraft unserer Unternehmen im Zeitalter des elektronischen Handels zu stärken. 

Demonstrationsraum 

Eine dieser Initiativen ist Future Logistics Hub in Zeebrugge, ein Produkt von POM Westflandern. Dabei handelt es sich um einen digitalen Demonstrationsraum, in dem Studenten, Unternehmen und staatliche Einrichtungen gleichermaßen Wissen und Inspiration rund um die Logistik 4.0 gewinnen können. "Wir zeigen vor allem, welche Möglichkeiten mit dem sogenannten physischen Internet verbunden sind. Dabei handelt es sich um vollständig verbundene und offene Netzwerke von Logistikdiensten, in denen physische Objekte bewegt, gelagert, geliefert und genutzt werden", erläutert Barbara Peene, Program Manager Physical Internet bei POM Westflandern. 

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Future Logistics bietet Studenten, Wissenseinrichtungen, Unternehmen und Regierungen die Möglichkeit, sich von der Logistik 4.0 inspirieren zu lassen.

Konkret können die Besucher in diesem im September 2021 eröffneten Hub Präsentationen zu fünf Schlüsselthemen des physischen Internets besuchen: Automatisierung, Digitalisierung, kollaborativer Versand, Mehrwertlogistik/Mehrwertdienste und Logistik der letzten Meile. "Darüber hinaus bieten wir auch ein umfangreiches Spiel an. Damit können sich Interessierte interaktiv über den synchromodalen Transport informieren. Wir verwenden auch Videomaterial, um einige Best Practices von Unternehmen zu zeigen, die diese Prinzipien bereits umgesetzt haben. Für sie ist unser Hub also ein schönes Schaufenster", fügt Peene hinzu.

Zugängliches Testzentrum 

Eine weitere bemerkenswerte Initiative in diesem Zusammenhang ist Fabriek Logistiek in Gent, die vor kurzem ihre Türen geöffnet hat. "Wir bilden ein niederschwelliges Test- und Schulungszentrum für Unternehmen, die die Prozesse und Systeme in ihrem Lager überprüfen wollen. Konkret können Unternehmen den Standort mieten, um mit ihren eigenen Mitarbeitern innovative Technologien zu testen", sagt Danny Vanrijkel, Projektkoordinator von POM Ostflandern, dem Initiator dieses Testzentrums, das nur einen Steinwurf von der Ghelamco Arena entfernt liegt. Die vorhandene Technologie wird dem Testzentrum von 29 Partnern, die alle in den Bereichen Logistik, Automatisierung und Innovation tätig sind, leihweise zur Verfügung gestellt. "Sie sind es, die auf der Grundlage ihrer Marktkenntnisse versuchen zu erkennen, was heute gebraucht wird. Auf diese Weise entsteht ein natürlicher Impuls, immer die neuesten Technologien vorzuschlagen. Für unsere Partner ist dies eine sehr interessante Plattform, um potenzielle neue Kunden zu gewinnen", sagt Vanrijkel. "Fabriek Logistiek ist also nur ein Vermittler und hat selbst keine kommerziellen Motive, was im In- und Ausland einzigartig ist."

Logistik auf Hochtouren bringen

Die beiden jüngsten Initiativen zeigen, dass sowohl die Behörden als auch die Technologieanbieter Anstrengungen unternehmen, um die Verwaltung zu automatisieren.
Logistik in unserem Land auf Hochtouren zu bringen. "Unser Ziel ist es, Flandern in der aktuellen Ära der Logistik 4.0 als Top-Logistikregion zu positionieren", so Vanrijkel abschließend.    

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