Lebensmittelvergiftungen sind schrecklich. In den meisten Fällen ist ein Bakterium die Ursache. Es ist daher die Aufgabe der Lebensmittelhersteller, die Anzahl der Bakterien in ihren Produkten unter Kontrolle zu halten. Und das ist ein Problem für sie, denn ein Test durch Ausplattieren von Bakterien dauert 2-3 Tage, bevor die Ergebnisse vorliegen. Moderne Alternativen wie PCR und Spektrometrie sind viel teurer und bieten nur eine Teillösung: Sie messen Fragmente von Bakterien, die zum Beispiel nach der Pasteurisierung auch in Form von toten Bakterien noch vorhanden sind.
Pasteurisierung, UV-Licht-Behandlungen und andere Methoden zur Abtötung von Bakterien in Lebensmitteln sind ein heikler Prozess. Wenn diese Methoden zu lange angewendet werden, beeinträchtigen sie oft die Beschaffenheit, die Farbe, den Geschmack, den Nährwert usw. des Produkts. Die Unternehmen wollen die Behandlung so kurz wie möglich halten, aber sie muss lang genug sein, um alle lebenden Bakterien abzutöten. Die Messung der Bakterien nach der Behandlung ist daher unerlässlich. Schnelle Messmethoden führen zu falsch-positiven Messergebnissen, und die Alternative, die Messung durch Ausplattieren, dauert viel zu lange.
Sensip-dx bietet eine einzigartige Lösung für dieses Problem, indem es lebende Bakterien innerhalb von 15 Minuten misst.
Wenn die Messergebnisse über die Galvanisierung eintreffen, sind die Produkte oft bereits verpackt und gelagert. In einigen Fällen befinden sich die Produkte bereits auf dem Transportweg. In jedem Fall werden die Produkte gekühlt, während das Testergebnis abgewartet wird. Fällt der Test positiv aus, werden die Produkte entweder weggeworfen oder, wenn möglich, neu aufbereitet. Bereits ausgelieferte Produkte werden zurückgerufen. Dies führt zu hohen Logistikkosten und der Vorhaltung zusätzlicher, oft gekühlter Pufferbestände.
Wenn ein Lebensmittelhersteller Bakterien im Produktionsprozess häufiger und früher messen kann, können viel früher Maßnahmen ergriffen werden, um eine Kontamination des Endprodukts zu verhindern. Die Produkte werden die Kette schneller und frischer durchlaufen. Das spart Geld und verhindert Lebensmittelverschwendung.
Neue Messtechnik Sensip-dx entwickelt ein Gerät, das die Anzahl der vorhandenen lebenden Bakterien innerhalb von 15 Minuten misst. Sensip-dx ist eine Ausgründung der Universität Maastricht (UM). In den vergangenen 10 Jahren haben mehrere Universitäten an diesem Prinzip gearbeitet und die Erfolge in mehr als 100 Artikeln veröffentlicht. Im Jahr 2016 hat die UM neue Erfindungen patentiert, an denen Sensip-dx weltweit exklusive Rechte hat.

Ein Sensor bindet eine bestimmte Art von lebenden Bakterien. Mehrere Sensoren sind in einer Kartusche enthalten, die in das Messgerät eingesetzt wird. Die Kartusche ist für den einmaligen Gebrauch bestimmt und kann für jeden Kunden oder jede Anwendung mit den gewünschten Sensoren zur Messung des Vorhandenseins und der Anzahl bestimmter Bakterien bestückt werden.

Nach dem Einlegen der Probe in die Kartusche drückt der Benutzer einen Knopf, und ohne weitere Eingriffe des Benutzers steht das Ergebnis 15 Minuten später fest. Das Ergebnis kann direkt in das ERP- und/oder QRM-System des Anwenders übertragen werden.
Mit der gleichen Technik kann Sensip-dx auch Moleküle messen. Dabei kann es sich um toxische Moleküle wie Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Antibiotika, aber auch um erwünschte Moleküle wie Vitamine und Aromastoffe handeln. Auch hier werden sowohl das Vorhandensein als auch die Menge angegeben.
Der erste Prototyp wird in den kommenden Monaten in der Praxis getestet. Die Erfahrungen werden in verbesserte Typen einfließen und bis Ende 2014 will Sensip-dx die erste kommerzielle Version auf den Markt bringen.
Sensip-dx sucht noch nach Lebensmittelunternehmen, die bereit sind, in den kommenden Monaten an Feldversuchen teilzunehmen. Sensip-dx analysiert mit den teilnehmenden Unternehmen, wie die Sensip-dx-Technologie zu einer erheblichen Kostenreduzierung führen kann.
Weitere Informationen: www.sensipdx.com