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Ein perfekter Produktionsprozess beginnt mit dem richtigen Reinigungsverfahren

Ein perfekter Produktionsprozess beginnt mit dem richtigen Reinigungsverfahren

Es ist sehr wichtig, alle Geräte, Arbeitsflächen, die Umgebung und Werkzeuge gründlich zu reinigen, um (Kreuz-)Kontaminationen zu vermeiden. Aber was ist eine gründliche Reinigung und gibt es Verfahren, um sie korrekt durchzuführen?

Dazu gehen wir kurz auf das Grundprinzip der Reinigung ein. Der Hauptzweck der Reinigung in der Lebensmittelindustrie besteht darin, Schmutz zu entfernen, damit die Lebensmittel gar nicht erst mit Abfällen kontaminiert werden.

Außerdem wollen wir eine chemische Verunreinigung oder mikrobiologischen Verderb verhindern. Die Reinigung hat auch Vorteile für die Lebensdauer und die Funktionalität der in der Produktion verwendeten Geräte und gewährleistet ein gesundes und sauberes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter.

Wir unterscheiden bereits zwei wichtige Teile: Reinigung und Desinfektion.

Reinigung

Bei der Reinigung in der Lebensmittelindustrie werden in einem ersten Schritt alle sichtbaren Verschmutzungen und Produktrückstände entfernt. Anschließend wird ein Reinigungsmittel aufgetragen, vorzugsweise in Form von Schaum. Diese Schaumschicht hat die Eigenschaft, länger an den zu reinigenden Teilen und Oberflächen zu haften, was zu einer längeren Einwirkungszeit für das Produkt führt. Diese Einwirkzeit kann für jede Produktion vorgegeben werden. Nach der Einwirkzeit des Reinigungsprodukts wird es mit sauberem Wasser abgespült.

Desinfizieren

Auf die gereinigten Teile und Flächen wird ein Desinfektionsmittel aufgetragen (nach der Reinigung). Auch hier muss eine Einwirkzeit eingehalten werden, danach wird alles mit sauberem Wasser abgespült. Das für die Reinigung zuständige Personal wählt einfach die richtige Funktion über die Auswahltaste auf dem BOONS FIS Geräte; schäumen, spülen oder desinfizieren. Kein Problem, denn die Reinigungssysteme von BOONS FIS werden zu diesem Zweck von einer Druckerhöhungsanlage gesteuert, die alle Reinigungsfunktionen mit dem richtigen Produkt, Druck und Durchfluss versorgt. Alles im Handumdrehen!

Die Reinigung unter hohem Druck vermittelt oft den falschen Eindruck einer "besseren Reinigung". Eine gute Reinigung hängt von mehreren Faktoren und deren Zusammenspiel ab, insbesondere im Lebensmittelbereich.

Sünderkreis

Die vier universellen Faktoren eines Reinigungszyklus sind im "Sinnerschen Kreis" zusammengefasst: Zeit, Temperatur, chemische Wirkung und mechanische Kraft. Die Verstärkung eines dieser Bereiche erhöht das Reinigungsergebnis oder kann ein anderes verringern.

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Bei einer bestimmten Art von Reinigung kann der Schwerpunkt auf einem der Faktoren liegen, was eine Anpassung eines anderen (oder mehrerer) Faktoren erfordert.

Zeit steht für den Zeitraum, den das (chemische) Mittel benötigt, um die Verschmutzung zu beseitigen. Natürlich muss den Chemikalien die Möglichkeit gegeben werden, zu haften. BOONS FIS legt daher großen Wert auf den Einsatz von A-Komponenten in Bezug auf Venturi und Druckluft, die sicherstellen, dass Chemikalien unter optimalen Bedingungen verbraucht werden können. 

Die Temperatur ist bei einem Reinigungsprozess von großer Bedeutung. Als Faustregel gilt: je höher die Temperatur, desto besser die Reinigung. Allerdings gibt es auch Einschränkungen in Bezug auf Sicherheit, Korrosion, Eiweißkoagulation und Auswirkungen auf Materialien (Dichtungen usw.). Standardmäßig werden die Systeme von BOONS Sie sind für Temperaturen bis zu 70°C ausgelegt, optional sind auch Hochtemperaturanwendungen möglich.

Chemische Wirkung basiert auf der Wirksamkeit des verwendeten Mittels und der Konzentration im Verhältnis zum Schadstoff.

Die mechanische Kraft besteht aus dem richtigen Gleichgewicht zwischen Druck und Durchflussmenge. Es ist allgemein anerkannt, dass die Reinigungswirkung mit höherer mechanischer Wirkung zunimmt, was jedoch nicht immer mit einem höheren Druck gleichzusetzen ist. Ein Reinigungsverfahren in der Lebensmittelindustrie ist beispielsweise bei einem niedrigeren Druck (etwa 20, 25 oder 40 bar) in Verbindung mit einer angemessenen Durchflussmenge wesentlich effizienter.

Als fünftes Element ist auch hier 'Verfahren' hinzugefügt. Dies beschreibt die Umsetzung des Reinigungs- oder Desinfektionsprotokolls. Grundsätzlich ist ein gutes Reinigungs- und Desinfektionsverfahren der ideale Ausgangspunkt für jeden Produktionsprozess in der Lebensmittelindustrie. Diese Verfahren beschreiben bis ins kleinste Detail, was bei der Reinigung beachtet werden muss. Jedes Mal aufs Neue. Welche Produkte, welche Schritte, welcher Zeitrahmen ist einzuhalten, welche Geräte werden verwendet usw.?

Ein Risiko bei unsachgemäßer Reinigung: die Bildung von Biofilmen!

Wenn Reinigungsverfahren nicht befolgt oder korrekt durchgeführt werden oder nicht ausreichend wirksam sind, können sich neben Schmutz und Produktrückständen auch Mikroorganismen an Geräten, Förderbändern oder Oberflächen festsetzen. Auf diese Weise bildet sich ein Biofilm. Dieser ist schwer zu entfernen und stellt eine Kontaminationsquelle innerhalb des Produktionsprozesses bzw. für Lebensmittel dar.

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Eine Strategie gegen Biofilme, die sich bereits gebildet haben, ist der Einsatz von Enzymen in Kombination mit einem Desinfektionsmittel. Auch Desinfektionsmittel werden gegen Biofilme eingesetzt. Z. B. Chlordioxid (ClO2), ein schnell wirkendes antimikrobielles Mittel mit breitem Wirkungsspektrum, das in der Lebensmittelindustrie vorbehaltlich der erforderlichen Zulassungen und Zertifikate verwendet werden kann.

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