Der Zuckerhersteller Iscal ist ein wichtiger Akteur auf dem westeuropäischen Markt. Das Unternehmen aus dem Hennegau produziert heute ein Viertel des Zuckers in unserem Land und ist auf dem Vormarsch. Mit einer neuen Investition von 28 Millionen Euro verdreifacht Iscal seine Lagerkapazität.

"Die Erweiterung unseres Lagers hat zwei Vorteile", sagt Geschäftsführer Jérôme Lippens. "Zum einen können wir dadurch besser auf Schwankungen auf dem Zuckermarkt reagieren, was auch den Zuckeranbauern zugute kommt. Vor allem aber wird sie die Energierechnung deutlich senken, und zwar um etwa 30%."
Heute verfügt Iscal über zwei Silos mit 40.000 und 6.000 Tonnen. Das neue Lager hat Platz für 80.000 Tonnen Zucker.
Alle Silos zusammen haben ein Fassungsvermögen von 126 Kilotonnen: Die Lagerkapazität für Zucker wird damit am Standort Fontenoy verdreifacht. Die Investition beläuft sich auf 28 Millionen Euro.
Die derzeitige Lagerkapazität für fertigen Zucker reicht nicht aus, um die gesamte Produktion einer Zuckerrübenkampagne (200.000 Tonnen) aufzunehmen.

Darüber hinaus plant Iscal auch die Installation einer Windturbine mit einer Leistung von 3,8 MWh. "Diese erneuerbare Energiequelle ergänzt die bestehende Biogaserzeugung, die bereits heute 15% unseres Energiebedarfs ausmacht. Das Ziel ist es, auf null Emissionen hinzuarbeiten", sagt Robert Torck, CEO von Iscal.
Iscal wurde 1993 gegründet. Sein Name setzt sich aus den Abkürzungen von Isera und Scaldis zusammen, den lateinischen Namen des Eisens und der Schelde, die das Einzugsgebiet seiner Fabrik in Fontenoy im Hennegau bilden. Sie liefert Zucker an den B2B-Sektor wie Lotus, Materne, Alpo und Desobry. Etwa 80% des Zuckers von Iscal sind für belgische Kunden bestimmt.
Von Mitte September bis Mitte Januar liefern die Landwirte Rüben an die Iscal-Fabrik, die sie zu Zucker verarbeitet.
Mit einer Verarbeitungskapazität von 12.000 Tonnen Rüben pro Tag und einer überdurchschnittlichen Energieleistung ist die Zuckerfabrik Fontenoy eine der effizientesten Fabriken Europas.