Immer mehr Lebensmittelunternehmen haben Schwierigkeiten, die richtigen Mitarbeiter für die Qualitätssicherung zu finden oder zumindest zu halten. Mit dem Freiwerden von Stellen besteht nicht nur die Gefahr, dass der Fokus auf Qualität und Lebensmittelsicherheit nachlässt, sondern auch, dass die Lücke, die potenzielle Kandidaten zu Beginn schließen müssen, wächst. "Es besteht ein dringender Bedarf, in QS-Personal zu investieren", so KTBA. Obwohl Geschäftsführer Kobe van Looy und die Regionalmanagerinnen Lien Thoen und Valerie Vanhove nicht unbedingt von einer finanziellen Entschädigung sprechen.
Es herrscht ein regelrechter Krieg um Talente. Schließlich gibt es nicht viele potenzielle Kandidaten für eine QS-Stelle, während der Bedarf an diesen Profilen unter dem Einfluss strengerer Normen stetig zunimmt. "Dadurch steigt der Druck auf Lebensmittelunternehmen und Mitarbeiter", sagt Kobe van Looy. "Wenn die Mitarbeiter dabei keine ausreichende Unterstützung durch ihren Arbeitgeber finden, werden sie sich schnell anderweitig umsehen. So geraten wir letztlich in einen Teufelskreis." Um die Abwärtsspirale des Personalmangels zu durchbrechen, sieht KTBA mehrere Möglichkeiten. Entscheidend ist sowohl das eigene Engagement als auch das der Branche.
Van Looy setzt an der Basis an. "Die Studenten wissen nicht ausreichend, was genau ein QS-Manager tut. Genauer gesagt, wird in vielen einschlägigen Kursen einfach nicht genug darüber gesprochen. Die Studenten wissen nicht, dass dies ein Teil des Berufs ist, und diejenigen, die es wissen, haben oft ein verzerrtes Bild. Sie denken zum Beispiel, es sei ein rein theoretischer Beruf. "Völlig zu Unrecht", stimmt Lien Thoen zu, "denn als QS-Manager steht man mit beiden Beinen in der Praxis. Man bekommt viel Verantwortung übertragen und es gibt viel Abwechslung. Wer ein Praktikum in einer Qualitätsabteilung macht, merkt das sofort. Deshalb empfehlen wir den Lebensmittelunternehmen, sich so oft wie möglich an Praktikantenprogrammen zu beteiligen."

Ein Hochschulstudium ist jedoch nur der Anfang. Thoen: "Die Qualitätsanforderungen in der Lebensmittelbranche sind so streng und vielfältig, dass ein QS-Manager viele Kenntnisse und Fähigkeiten braucht. Er muss sozusagen ein Tausendsassa sein, der sich mit Lebensmittelsicherheit ebenso auskennt wie mit Nachhaltigkeit, Etikettierung und Digitalisierung. Ganz zu schweigen von der inhärenten Veränderbarkeit all dieser Standards." Wer sich also mit dem Markt weiterentwickeln will, hat keine andere Wahl, als sich regelmäßig fortzubilden. "Leider haben nur sehr wenige QS-Manager tatsächlich die Möglichkeit, dies zu tun. Es liegt an den Lebensmittelunternehmen, dafür Raum zu schaffen und in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren."
Dennoch gibt es nicht den kompletten QS-Manager. Van Looy: "Es hat keinen Sinn, jemanden zu suchen, der all diese Spezialkenntnisse hat. Es gibt diese Person nicht. Aber man braucht auch nicht jeden Tag all dieses Wissen. Manchmal reicht es aus, wenn man informiert wird und Unterstützung erhält, wenn sich tatsächlich etwas ändert. Das ist zum Beispiel die Aufgabe unseres Wissenszentrums, damit der QS-Manager selbst in der Werkstatt bleiben kann." "Darüber hinaus stellen wir immer mehr Hilfsmittel zur Verfügung, um die Effizienz im Feld zu steigern", fügt Thoen hinzu. "Denken Sie an digitale Prüfberichte und Datenbanken. Solche Dinge ersparen dem QS-Verantwortlichen schnell eine Menge Tipp- und Recherchearbeiten und entlasten damit wiederum seine Schultern."
Fällt der QA-Manager aus und die Stelle wird nicht sofort neu besetzt? Dann kommt es laut Valerie Vanhove vor allem darauf an, für Kontinuität zu sorgen. "Wenn man die Aufgaben liegen lässt, sind nicht nur Sicherheit und Qualität gefährdet, sondern in vielen Fällen baut sich auch ein Rückstand auf. Für einen neuen Mitarbeiter ist das kein optimaler Start, und wenn die Lücke zu groß ist, besteht die Gefahr, dass er aussteigt." Die Verantwortung vorübergehend auf andere Mitarbeiter zu verlagern, ist ebenfalls nicht sinnvoll. "Zum einen, weil diese oft nicht über die richtigen Kenntnisse verfügen, zum anderen, weil die Arbeitsbelastung dadurch wieder zunimmt. Dann ist es besser, die Aufgabe für eine gewisse Zeit an einen spezialisierten Partner auszulagern. KTBA beschäftigt Dutzende von Beratern, die in solchen Fällen flexibel eingesetzt werden können und alles überwachen. So kümmern Sie sich nicht nur um Ihre aktuellen, sondern auch um Ihre zukünftigen Mitarbeiter.