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Vier Möglichkeiten zur Steigerung der Produktionseffizienz
2D-Barcodes sind grafische Codes, die große Datenmengen speichern und für Hersteller, Einzelhändler und Verbraucher zugänglich machen können.

Vier Möglichkeiten zur Steigerung der Produktionseffizienz

Die Produktion und Verpackung von Konsumgütern haben sich in den letzten zehn Jahren grundlegend verändert. Trotz Phasen starken Wachstums sahen sich Unternehmen mit großen Herausforderungen konfrontiert, wie beispielsweise Engpässen in der Lieferkette, steigenden Kosten, sich rasch ändernden Verbraucherpräferenzen und einem Rückgang der Ausgaben. Laut McKinsey & Company gaben die Amerikaner im Jahr 2023 10% mehr für Lebensmittel aus, kauften dabei aber 4% weniger Produkte. Was bedeutet das für die Hersteller?

Der Wettbewerb ist größer denn je, weshalb Unternehmen jede Gelegenheit nutzen müssen, um effizienter zu arbeiten, Kosten zu senken und die Markentreue zu stärken. Die digitale Transformation ist heute unverzichtbar für Unternehmen, die sich durch flexible Prozesse und gesunde Margen auszeichnen wollen. Ein wichtiger Hebel in diesem Wandel ist eine weiterentwickelte Version des 2D-Barcodes – der sogenannte Digital-Link-Barcode –, der Herstellern von Konsumgütern neue Perspektiven eröffnet.

Einblick in 2D-Barcodes

2D-Barcodes sind grafische Codes, die große Datenmengen speichern und für Hersteller, Einzelhändler und Verbraucher zugänglich machen können. Während herkömmliche 1D-Barcodes (UPC) nur begrenzte Informationen wie Produktidentifikation und Preis enthalten, können Digital-Link-Barcodes zusätzliche Daten wie Herkunft, Haltbarkeitsdaten und Links zu Webseiten enthalten. Obwohl die Technologie bereits seit Jahrzehnten existiert, erleben 2D-Barcodes heute einen starken Aufschwung als leicht zugänglicher Zugangspunkt zu Produkt- und Markeninformationen. Zudem steht eine wichtige Entwicklung bevor, die 2D-Barcodes in den Mittelpunkt der Interaktion zwischen Marken, Einzelhändlern und Verbrauchern rücken könnte. GS1, die internationale Standardisierungsorganisation für Daten, hat GS1 Digital Link entwickelt, ein standardisiertes Modell zur Kodierung von Informationen in einem 2D-Barcode. Mit dem Programm „Sunrise 2027“ fördert GS1 die breite Einführung dieser Standards mit dem Ziel einer großflächigen Umsetzung auf Produktverpackungen bis zum Jahr 2027 – vom Hersteller bis zum Endverbraucher.

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Stephen Gryczka, Leiter Strategie und Unternehmensentwicklung bei Markem Imaje.

In einer Welt, in der die Nachfrage nach Produkt- und Markendaten stetig zunimmt, müssen sich Hersteller weiterentwickeln. Während 1D-Barcodes jahrelang für die Bestandsverwaltung und Kassensysteme (POS) ausreichten, werden sie der Komplexität moderner Geschäftsprozesse heute nicht mehr gerecht. Digital-Link-Barcodes ermöglichen es, einen digitalen Zwilling eines Produkts zu erstellen, der Informationen wie Herkunft, Nährwertangaben, Produktionsdaten, Seriennummern und Verfallsdaten enthält. Diese Möglichkeiten bieten Herstellern neue Chancen, Prozesse zu optimieren, Daten besser zu nutzen und die Rentabilität zu steigern. In diesem Artikel stellen wir vier strategische Hebel für mehr Effizienz vor.

1. Eine enge Zusammenarbeit ermöglichen

Ein entscheidender Aspekt bei der Integration von 2D-Barcodes ist die Notwendigkeit der Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Unternehmens sowie mit externen Partnern. Der Erfolg hängt von einer guten Abstimmung zwischen allen internen Abteilungen und Einzelhandelspartnern ab, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Durch eine systematische Zusammenarbeit und das Verständnis der Anforderungen entlang der gesamten Lieferkette können Hersteller ihre betriebliche Effizienz verbessern.

Eine funktionsübergreifende Abstimmung bildet im Idealfall den Ausgangspunkt jedes 2D-Barcode-Projekts, damit alle beteiligten Parteien dieselben Ziele, Chancen und Maßnahmen vor Augen haben. Hersteller spielen dabei eine Schlüsselrolle bei der Festlegung von Best Practices.

Das Wichtigste auf einen Blick: Betrachten Sie die Einführung von 2D-Barcodes als gemeinsamen Prozess. Stimmen Sie sich intern und mit Ihren Partnern ab, welche Daten verwaltet werden, welche Anforderungen die Einzelhändler stellen und wie die Umstellung konkret umgesetzt wird.

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2. Das Datenmanagement beschleunigen

Die Verfügbarkeit und Qualität von Daten sind entscheidend für effiziente Produktionsprozesse, stellen jedoch für viele Unternehmen eine Herausforderung dar. Laut Hexagon haben 98% der Unternehmen mit Datenproblemen zu kämpfen, und 97% sind in Bezug auf Zusammenarbeit und Produktivität beeinträchtigt. Daten stammen aus unterschiedlichen Quellen, eine Standardisierung fehlt oft und 1D-Barcodes bieten nur begrenzte Möglichkeiten. Das erklärt, warum Hersteller Schwierigkeiten haben, Daten in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln. 2D-Barcodes bieten hier eine Lösung, vorausgesetzt, die Daten werden korrekt strukturiert und verwaltet – schließlich ist ein System nur so gut wie die zugrunde liegenden Daten.

Durch die Speicherung von Informationen wie der Herkunft der Rohstoffe, Verfallsdaten, Prüfergebnissen und Angaben zu den Inhaltsstoffen können Hersteller transparenter kommunizieren und auf Verbrauchertrends reagieren. Durch die Verknüpfung dieser Daten mit ERP-Systemen lässt sich das Datenmanagement zudem auf ein höheres Niveau heben.

Das Wichtigste auf einen Blick: Der Erfolg von 2D-Barcodes hängt entscheidend von der Qualität Ihrer Daten ab. Stellen Sie ausreichende Ressourcen für die Erfassung, Bereinigung und Verwaltung der Daten bereit.

3. Die Rückverfolgbarkeit verbessern

Das Datenmanagement endet nicht am Ende der Verpackungslinie. Es erstreckt sich bis in den Vertrieb und die Verkaufsstelle, wo die Rückverfolgbarkeit für die Lebensmittelsicherheit und die Sicherheit der Lieferkette von entscheidender Bedeutung ist. Dank 2D-Barcodes und der größeren Menge an verfügbaren Daten können Systeme beim Scannen automatisch mehr Informationen austauschen. Indem Komponenten mit dem Endprodukt verknüpft werden, erhalten Hersteller einen vollständigen Überblick über die Produkthistorie und können bei Problemen schneller eingreifen. So kann ein Snackhersteller durch einen Scan genau feststellen, aus welcher Charge ein Produkt stammt, wann es verpackt wurde und wie viele andere Produkte davon betroffen sind. Dies ermöglicht gezielte Maßnahmen, anstatt einen gesamten Produktionslauf analysieren zu müssen. Auch bei Rückrufaktionen bieten 2D-Barcodes klare Vorteile: Einzelhändler können rechtzeitig informiert werden, der Verkauf kann gestoppt werden und Verbraucher können selbst Produktinformationen abrufen.

Das Wichtigste auf einen Blick: Durch die Rückverfolgung sowohl auf Komponenten- als auch auf Produktebene steigern Sie die Effizienz, reduzieren Fehler und begrenzen Produktverluste.

4. Produktionsspitzen und -tiefs bewältigen

Die Nachfrage der Verbraucher schwankt ständig, beeinflusst durch Trends, saisonale Schwankungen und sich änderndes Kaufverhalten. Hinzu kommen ungenaue Daten, unzuverlässige Prognosen und Störungen in der Lieferkette, die zusätzlichen Druck auf die Hersteller ausüben. 2D-Barcodes helfen Herstellern, schneller Einblicke in die Marktdynamik zu gewinnen und die Produktion besser auf die Nachfrage abzustimmen. Durch die Analyse von Daten aus dem Einzelhandel und digitalen Kanälen können Unternehmen schneller Anpassungen vornehmen – sei es vorübergehend oder strukturell. Auch Verbraucherinteraktionen über digitale Kanäle liefern wertvolle Erkenntnisse.

Das Wichtigste auf einen Blick: Indem Sie Trends schneller erkennen und darauf reagieren, behalten Sie die Kontrolle über Ihre Produktionsplanung und stärken Ihre Wettbewerbsposition.

Los geht’s

Die GS1 Sunrise 2027-Initiativen werden die Arbeitsweise von Unternehmen grundlegend verändern und bieten zahlreiche Möglichkeiten, Prozesse effizienter zu gestalten und besser auf das Verbraucherverhalten einzugehen. In einem immer komplexer und wettbewerbsintensiver werdenden Markt werden Technologien wie 2D-Barcodes Unternehmen dabei helfen, neue Chancen zu nutzen und weiterhin erfolgreich zu bleiben.  

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