Wir stehen am Vorabend des Übergangs vom 1D-Code zum 2D-Code. Eine Entwicklung, die besonders große Auswirkungen auf den Einzelhandel haben wird - wo überall andere Scanner und Software benötigt werden - aber auch an jedem anderen Punkt der Lieferkette. Um den Lebensmittelunternehmen bei diesem Übergang bestmöglich zu helfen, unterstützt Markem-Imaje seine Kunden mit Gesamtlösungen. Denn für die Lebensmittelindustrie bieten sich mit 2D-Codes viele Möglichkeiten.
Eigentlich sagt ein 1D-Code nicht viel aus. Er gibt an, um welche EAN-Nummer es sich handelt und somit um welches Produkt. Ein 2D-Code fügt dem eine Vielzahl von Informationen hinzu, und zwar auf standardisierte Weise innerhalb von GS1 Digital Link. “Wir sehen, dass die Daten immer wichtiger werden. Ein 2D-Code kann viel mehr Daten auf einer viel kompakteren Fläche übermitteln. Es geht um die Produktion - denken Sie an Chargendaten, Chargennummer, Mindesthaltbarkeitsdatum, ... - aber auch darum, eine engere Beziehung zum Endkunden aufzubauen. Der 2D-Code kann zum Beispiel eine URL enthalten, die die Geschichte hinter dem Produkt erklärt, vom Erzeuger bis zum Verbraucher”, erklärt Bob Bols, Software Solution Sales bei Markem-Imaje.

Auf technischer Ebene ist der 2D-Code ein Fortschritt für alle Beteiligten in der Kette. “Wer hat das nicht schon an der Kasse erlebt? Ein Produkt, das mehrmals über den Scanner gezogen werden muss, weil der Code einfach nicht ausreichend gelesen werden kann oder sich sogar als völlig unleserlich erweist. 2D-Codes sind in dieser Hinsicht vielseitiger. Sie können aus verschiedenen Blickwinkeln gelesen werden, aber auch eventuelle Beschädigungen des Codes lassen sich leichter ausgleichen.” Für Lebensmittelunternehmen, Einzelhändler und Verkaufsstellen bedeutet dies eine Effizienzsteigerung, vor allem in Bezug auf die Rückverfolgbarkeit und die Lagerverwaltung. “Sie wissen, aus welcher Charge jedes Produkt stammt und welches Verfallsdatum es hat. So können Sie ganz einfach die richtigen Produkte zuerst versenden, sie verarbeiten oder sogar automatisch einen Rabatt berechnen, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum schon zu nahe ist.”
Derzeit sind es vor allem die großen Marken, die bereits mit 2D-Codes experimentieren. “Die Kundenbindung ist hier der größte Treiber. Im Rahmen von Werbeaktionen werden die Kunden zum Beispiel aufgefordert, den 2D-Code zu scannen. Dort finden sie, wie bereits erwähnt, die Geschichte hinter dem gekauften Produkt, aber auch alle Nährwertangaben, Angaben zu den vorhandenen Allergenen, Rezepte für die Zubereitung der Produkte, ... Dinge, die jetzt auch auf einer Verpackung stehen, aber deshalb nicht immer lesbar sind.” Ein zweites wichtiges Argument für Lebensmittelunternehmen, mit GS1 Digital Link zu beginnen, ist die Möglichkeit, die Echtheit des Produkts zu garantieren. “In der Pharma- und Tabakbranche ist die Serialisierung bereits obligatorisch, vor allem um Fälschungen zu bekämpfen. Das Prinzip setzt sich nun auch in der Welt der Lebensmittel durch, insbesondere bei hochwertigen Produkten. Ein 2D-Code ist ein perfektes Instrument dafür.”

Der letztendliche Durchbruch des GS1 Digital Link wird mit einer Weiterentwicklung der Gesetzgebung einhergehen müssen. “Heute verlangt der Gesetzgeber zum Beispiel, dass Allergene und Nährwerte zwingend auf den Verpackungen angegeben werden müssen. Platz, der von den Lebensmittelunternehmen zu Marketingzwecken genutzt werden könnte, um ihre Marke zu präsentieren. Wein bildet hier bereits eine Ausnahme: Weinproduzenten dürfen Dinge vom Etikett abnehmen und in einem 2D-Code unterbringen. Die Dinge sind also bereits in Bewegung, auch bei den Einzelhändlern. So ergreift beispielsweise der britische Einzelhandelskonzern Tesco bereits die Initiative, GS1 Digital Link zur Pflicht für alle zu machen, die in den Regalen landen wollen.”
Eine Entwicklung also, der sich die Lebensmittelunternehmen nicht entziehen können. Glücklicherweise können sie auf Markem-Imaje zählen, um die Umsetzung so reibungslos wie möglich zu gestalten. “Für den Druck von 2D-Codes braucht man neue Software und Hardware. Vor allem diejenigen, die sich für den Inline-Druck entscheiden, werden einige Anpassungsarbeiten vornehmen müssen: Entwurf eines neuen Layouts für das Etikett, Verknüpfung mit den Stammdaten beim Kunden, ... Aber wir haben die Technologie, die Mitarbeiter und die Erfahrung, um all dies zu bewältigen und Lösungen zu finden, die so wenig menschliche Interaktion wie möglich erfordern, um maximale Effizienz zu erreichen”, schließt Bols.
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