Immer mehr Lebensmittelunternehmen stellen von Trockensalz auf gebrauchsfertige Salzlake um. Nicht nur aus Gründen der Präzision oder Effizienz – sondern vor allem, weil die Arbeit in der Produktion dadurch einfach ergonomischer gestaltet werden kann.
Wer heute noch mit Sackware arbeitet, kennt das Problem: schwere Industriesäcke, die manuell bewegt, geöffnet und entleert werden müssen. Das bedeutet körperliche Belastung, repetitive Handgriffe und ein erhöhtes Risiko für Arbeitsunfälle. Selbst bei einer Umstellung auf Schüttsalz bleibt die Arbeit oft sehr anstrengend. Das Salz muss weiterhin intern verarbeitet werden, oft mit zusätzlichen Anlagen und manuellen Eingriffen. Gebrauchsfertige Sole durchbricht dieses Muster vollständig: keine Säcke, kein Heben, keine manuelle Handhabung. Die Sole wird direkt angeliefert und in einem Soletank gelagert, bereit für den Einsatz im Produktionsprozess. Das Ergebnis ist ein Arbeitsumfeld, das nicht nur effizienter, sondern vor allem sicherer und angenehmer für die Mitarbeiter ist.
Jeder zusätzliche Schritt in einem Prozess ist eine potenzielle Fehlerquelle. Bei Trockensalz bedeutet dies: Transport, Lagerung, Dosierung und die Herstellung der Salzlake selbst. Letzteres ist entscheidend. Das Auflösen von Salz erfordert Genauigkeit – Abweichungen in der Konzentration können sich direkt auf Geschmack, Qualität und Konsistenz des Endprodukts auswirken. Gebrauchsfertige Salzlake beseitigt diese Unsicherheit.

Neben der Ergonomie spielt auch die Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. In Regionen wie Nordfrankreich werden Unternehmen hinsichtlich ihres eigenen Wasserverbrauchs bewertet, insbesondere während Dürreperioden. Hier macht Salzlake erneut den Unterschied. Wenn man Salzlake selbst herstellt, verwendet man lokales Wasser – und das fließt vollständig in den Verbrauch ein. Bei zugekaufter Sole ist das anders: Das Wasser ist bereits im Produkt enthalten und wird daher nicht als lokaler Wasserentzug angerechnet. Für wasserintensive Branchen wie die Kartoffelindustrie ist dies ein strategischer Vorteil, der nicht zu vernachlässigen ist. Konkret bedeutet das:
Paulig verfügt in Belgien über drei Produktionsstätten für Tortilla-Chips und -Wraps der Marken Poco Loco und Santa Maria sowie für Tacos, Saucen, Dips und Fertiggerichte. Mit diesem Sortiment gehört das internationale Familienunternehmen zu den Marktführern bei Tex-Mex-Produkten unter Eigenmarken. Zu sagen, dass Salz im Produktionsprozess unverzichtbar ist, wäre eine Untertreibung. Von der Würzung des Teigs und der Gewürzung der Chips bis hin zur Enthärtung des Produktionswassers: In nahezu jedem Schritt der Produktionskette kommt Salz zum Einsatz. Mit Zoutman haben sie einen zuverlässigen und flexiblen Partner für dieses wesentliche Glied im Produktionsprozess. “Wenn es ein Problem mit dem Salz gibt, steht unsere gesamte Produktion still”, verdeutlicht Betriebsleiter Bruno Noppe dessen Bedeutung. Auf Empfehlung von Zoutman stellte Paulig bei den Teigen für Chips und Tortillas auf Salzlake um. Die Salzlake wird gebrauchsfertig geliefert und in einem Salzlaketank gelagert. Die Mitarbeiter müssen das Salz nicht mehr dosieren, und dasselbe Produkt wird zu den Wasserenthärtern geleitet. Mit anderen Worten: eine weitere Vereinfachung der Produktion. Mit seiner neuesten Innovation, dem Telemetriesystem, geht das Unternehmen zudem noch einen Schritt weiter. “Über eine Drucksonde am Salzlake-Tank kann Zoutman den Füllstand in unserem Tank aus der Ferne überwachen”, heißt es bei Paulig. “Wenn der Füllstand in unserem Solebehälter zu niedrig ist, geben sie uns ein Signal, um die nächste Lieferung abzustimmen. Wir müssen dies also nicht mehr selbst überwachen und haben nie mehr einen Solemangel. Für uns ist das eine große Sorge weniger. Und ein großer Pluspunkt in unserer Zusammenarbeit.”
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