Nachhaltigkeit und Kunststoffe - eine Kombination, die bei vielen Menschen für Stirnrunzeln sorgt. Und doch ist Nachhaltigkeit, kombiniert mit intelligenten, innovativen Produktionsformen, das Thema für die Messe für Kunststoffe die am 20. und 21. September in Den Bosch stattfinden wird. Die gesamte Kunststoff- und Kautschukindustrie ist sich heute darüber im Klaren, dass die Zukunft der Kunststoffe nicht ohne eine verantwortungsvolle - und damit nachhaltige - Produktionskette möglich ist. Auf der vom Mikrocentrum organisierten Messe, der größten ihrer Art in den Benelux-Ländern, wird dies daher in jeder Hinsicht sichtbar sein.

"Wir stellen fest, dass die Gesellschaft immer kritischer wird", sagt Programmleiterin Charlotte de Jong. "Es gibt verständlicherweise eine sehr starke Lobby von Umweltorganisationen. Wir haben Klimavereinbarungen, die Rohstoffvereinbarung 2050 und verschiedene andere Teilpläne, um unsere Wirtschaft klimaneutral und zirkulär zu machen. Das bedeutet, dass sich in der Kunststoffproduktion in den nächsten Jahren einiges ändern wird. Was genau, zeigen wir gerne auf der 24. Ausgabe der Kunststoffmesse."
Es gibt verständlicherweise eine sehr starke Lobby von Umweltorganisationen. Das bedeutet, dass sich in der Kunststoffproduktion in den kommenden Jahren viel ändern wird. Was genau, werden wir gerne während der 24. Ausgabe der Kunststoffmesse zeigen.

Die Verpackungsindustrie hat in dieser Hinsicht eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Nach Untersuchungen des Verbands der niederländischen Gummi- und Kunststoffindustrie sind derzeit nur 27% des Verpackungsmaterials kreislauffähig. NRKder die Interessen von etwa vierhundert Unternehmen vertritt. Die NRK arbeitet seit Jahren daran, ihre Mitglieder davon zu überzeugen, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen. Und das mit Erfolg. "Wir arbeiten daran, ein gesundes Klima für die verarbeitende Industrie zu schaffen und fördern Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wissenstransfer, allgemeine und berufliche Bildung, eine bessere Umwelt und Recycling", sagt ein NRK-Sprecher. "Unsere Mitglieder wirtschaften nachhaltig und sind mit ihren Innovationen führend." Nach Angaben des NRK sollen bis 2050 bis zu 50% aller Verpackungen wiederverwertbar sein.
Um diese Ziele zu erreichen, müssen nicht nur die Erzeuger, sondern auch die Verarbeiter, Aufbereiter und Recycler ihren Beitrag leisten. Natürlich auch, weil ihre Kunden das heute alle fordern. Charlotte de Jong: "Gerade deshalb freue ich mich, dass die gesamte Kette auf der Messe vertreten ist. Nur wenn alle mitmachen, können wir die gewünschten Lösungen erreichen. Auch angesichts der spezifischen Anforderungen, die die EU heutzutage stellt, muss man als Lieferant genau wissen, was der Lieferant erreichen will. Auf unserer Messe bringen wir all diese Interessen zusammen."
Im Mittelpunkt steht dabei der Machinery Square, auf dem nationale und internationale Aussteller ihre Spitzentechnologie für die Kunststoff- und Kautschukindustrie präsentieren. Das Thema "Stolz auf Kunststoff", das in direktem Zusammenhang mit dem Streben nach Nachhaltigkeit steht, wird in dieser Hinsicht überall sichtbar sein. "Hier finden Sie die Lösungen für die Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffindustrie", erklärt Charlotte de Jong. Denken Sie zum Beispiel an energieeffiziente Spritzgießmaschinen. Vom Design über das Spritzgießen bis hin zur Verpackung zeigen wir hier alles."
Produktmanager Larry de Kleine Product von Will & Co möchte die Messe nutzen, um zu zeigen, wie sie ihren Kunden in der gesamten Kette bei der Umstellung auf nachhaltigere Lösungen helfen können. "Wir können vom Design bis zur Produktion mitdenken. Materialeinsparungen können hier ein Thema sein, zum Beispiel durch die Verringerung der Wandstärke oder der Dichte oder durch die Verkürzung der Zykluszeit."
Während der Messetage wird Will & Co Materialien von Post Industrial Recycle Engineering vorstellen. "Hier geht es um die Herstellung von so genannten Re-Compounds, hochwertigen recycelten Kunststoffgranulaten", erklärt De Kleine. "Industrielle Abfälle werden bei Kunststoffverarbeitern eingesetzt, um neue hochwertige Rohstoffe und Compounds umweltschonend herzustellen." Darüber hinaus präsentiert Will & Co verschiedene Materialien, die erneuerbar oder biologisch abbaubar sind. "TPUs mit guten mechanischen Eigenschaften und chemischer Beständigkeit, hergestellt mit einem hohen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen und einem minimalen Anteil an fossilen Rohstoffen."
Auch bei der Entwicklung neuer Produkte und Maschinen achtet die TSG-Gruppe auf Nachhaltigkeit. "Dabei ist uns die langfristige Nutzung wichtig", sagt Paul Simons. "Während wir früher den Fokus auf die Funktionsintegration gelegt haben, zum Beispiel durch Einweg-Schnappverbindungen im EDA und möglichst dünne Wandstärken, schauen wir heute mehr auf das End-of-Life mit Design-for-Disassembly, Reparatur- oder Austauschmöglichkeit und Verwendung möglichst vieler gleicher Kunststoffe - also Monomateriallösungen." Ebenfalls auf der Kunststoffmesse wird die TSG-Gruppe zeigen, wie bei jedem neuen Projekt der Dialog mit dem Kunden über die R-Ladder und den gesamten Lebenszyklus des Produkts einschließlich der Verpackung aufgenommen wird. "Das Bewusstsein beginnt immer mit dem Design, und daher ist es die Aufgabe der TSG Group, zu beraten, was zu einer intelligenten, durchdachten und vor allem nachhaltigen Lösung sowohl für den Kunden als auch aus gesellschaftlicher Sicht führt."
Material, Konstruktion und Produktumgebung müssen gut aufeinander abgestimmt sein, um wirklich rund zu sein.
Der Werterhalt von Materialien ist auch ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Pezy Group, sagt Thijs Feenstra, Leiter des Circular Product Design. "Material, Konstruktion und Produktumgebung müssen gut aufeinander abgestimmt sein, um wirklich zirkulär zu sein. Ein Design, das aus recyceltem Kunststoff hergestellt wird, aber auch selbst wieder recycelt werden kann, ist unser Ausgangspunkt." Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung als Produktentwickler, Designer und Ingenieur unterstützt die Pezy Group jeden, der Hilfe bei der Produktentwicklung benötigt, und wird dies auch auf der Messe demonstrieren.
Bei der Nachhaltigkeit geht es nicht nur um das Recycling von Kunststoffen. Auch die Reduzierung des Energieverbrauchs ist ein Ziel. Einige Hersteller setzen dabei auf elektrische Spritzgießmaschinen. Die diesjährige Kunststoffmesse wartet mit einer Besonderheit auf: Zum ersten Mal seit 15 Jahren wird eine vollelektrische Ferromatik-Spritzgießmaschine in Betrieb zu sehen sein. Plastima wird sie auf dem Maschinenplatz vorführen. "Mit einem Roboter und einem hydraulischen Arm, der die Produkte auswirft", umreißt Bob Pieterse von Plastima diesen Teil des Standes, den der Maschinenlieferant aus Breda hat.
Das zentrale Thema der Messe spiegelt sich auch in der Präsentation der Auszeichnungen neu überdenkeneine Auszeichnung, durch die NRK und Kunststoffe Europa Produkte und Initiativen, die zur Nachhaltigkeit und zur Kreislaufwirtschaft beitragen, sichtbar zu machen. Zum ersten Mal seit Beginn der Wahl im Jahr 2018 werden die Preise während der Kunststoffmesse verliehen. Die Verknüpfung mit der Messe dürfte zu einer noch größeren Bekanntheit führen, erklärt Jan Willem Wieringa von der Rethink Policy Group. "Durch die Kombination dieser großen Ausstellung von Kreislaufprodukten mit der Verleihung der Awards haben wir sofort einen großen Teil unserer Zielgruppe erreicht." Die Rethink Awards sollen zeigen, wie energisch die Kunststoffindustrie bereits an der Nachhaltigkeit arbeitet. "Je mehr Unternehmen an dem Wettbewerb teilnehmen, desto stärker wird diese Botschaft."
Was wird auf der Kunststoffmesse sonst noch geboten? Charlotte de Jong: "Im Rahmen des Konferenzprogramms sind verschiedene Keynotes und Vorträge mit Themen geplant, die sich an unsere Zielgruppe richten. Denken Sie an Vorträge wie: 'Design for recycling of plastic packaging' von Partners for Innovation und 'The application of Cobots in the Plastics Industry' von der Universität Windesheim. Es wird eine Keynote von Merijn Tinga (Plastic Soup Surfer) und Dirk Groot (Zwerfinator) geben, aber wir freuen uns auch auf den Vortrag von Caroli Buitenhuis (Biokunststoffexperte für Verpackungen & Produkte). Und wenn Sie schon einmal da sind, vergessen Sie nicht, einen Blick in unsere Start-up Area, die Knowlegde & Education Area oder die Innovation Areas zu werfen. Kurzum: zu viel, um es zu erwähnen. Nicht umsonst trifft sich hier die gesamte Spitze der Branche aus den gesamten Benelux-Ländern."
Die Kunststoffmesse 2023 bietet neben dem Machine Square mit 25 Teilnehmern, einem umfangreichen Vortragsprogramm mit mehr als 50 Referenten rund 210 Aussteller auf der Messefläche. Rethink Plastic Expo, Live Stage, wo prominente Persönlichkeiten aus der Branche ihre Ansichten zu aktuellen Themen und verschiedenen Bereichen, einschließlich der Innovation Area, darlegen werden. Die Messe findet am 20. und 21. September in 's Hertogenbosch statt. Jetzt kostenlos anmelden über diese Seite.

Nehmen Sie rechtmäßigen Kontakt auf mit Mikrocentrum.
Kontakt zu opnemen