Die Verknappung von Rohstoffen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie hat dazu geführt, dass mehr Fälschungen als je zuvor vorkommen. Fälschungen wirken sich nicht nur negativ auf den Umsatz von Lebensmittelunternehmen aus, sondern gefährden auch deren Markenruf. Schließlich entsprechen gefälschte Produkte nicht den Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsstandards. Der Schlüssel zur Verhinderung von Fälschungen liegt in der Transparenz und Validierung durch die gesamte Lieferkette. Markem-Imaje arbeitet eng mit seinen Kunden zusammen, um maßgeschneiderte automatisierte Lösungen zu entwickeln.
Gefälschte Waren machen 2,5% der weltweit gehandelten Waren aus. "Obwohl die meisten Menschen an Designerkleidung und Parfüm denken, ist jedes Produkt fälschungsgefährdet", sagt Tessa Eastman, Connected Products Stategist bei Systech, einer Lösungsabteilung von Markem-Imaje. Die derzeitigen Bedingungen haben einen perfekten Sturm für Fälscher geschaffen. "Im Moment gibt es einen Mangel an Produkten. Die Folgen der Corona-Pandemie, der Mangel an Personal für die Bedienung von Produktionsmaschinen, geopolitische Konflikte ... all das hat sich stark auf unsere globalen Lieferketten ausgewirkt. Kombiniert mit der digitalen Disruption, die immer mehr Verbraucher zum Online-Einkauf verleitet ..." Die US National Groceries Association hat errechnet, dass gefälschte Produkte sie jedes Jahr 10-15 Milliarden Dollar Umsatz kosten.

Noch wichtiger als die finanziellen Verluste ist jedoch die potenzielle Schädigung der Marke. "Aus diesen Gründen sind sich die großen, etablierten Marken sehr wohl bewusst, was Fälschungen für ihr Geschäft bedeuten. Obwohl sie bei teureren Produkten häufiger vorkommen, scheinen Fälschungen in erster Linie ein Gelegenheitsverbrechen zu sein. Wenn es irgendwo in der Lieferkette einen Mangel gibt, entstehen Risiken", warnt Eastman. Die beliebtesten Kategorien sind heute Olivenöl, Honig und Meeresfrüchte, aber Systech arbeitet auch mit Unternehmen zusammen, die Wasser, alkoholische Getränke oder Babynahrung herstellen. Im April dieses Jahres wurden in Deutschland 20 Paletten mit gefälschter Babynahrung beschlagnahmt und vernichtet. "Denken Sie nur an die Auswirkungen, die gefälschte Babynahrung haben kann. Die Fälscher scheren sich nicht um die Standards der Lebensmittelsicherheit, die Lebensmittelunternehmen bei der Produktion zugrunde legen. Mehr als 1 Million Menschen sterben jedes Jahr an gefälschten Medikamenten. Wir wollen solche Szenarien in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie vermeiden", fügt Eastman hinzu.
Das Problem ist klar, aber die Lösungen sind weniger offensichtlich. Fälschungen können überall in der Lieferkette auftreten, und kein Unternehmen ist mit genau demselben Problem konfrontiert. Bei den Lösungen von Systech und Markem-Imaje sind Transparenz und Validierung der Schlüssel zum Erfolg bei der Fälschungsbekämpfung. "Wenn man ein Produkt durch die gesamte Lieferkette zurückverfolgen kann, von den einzelnen Rohstoffen bis hin zum Verbraucher, macht man es Fälschern viel schwerer. Wir arbeiten eng mit Lebensmittelunternehmen zusammen, um zunächst die Probleme zu identifizieren und dann eine Lösung auf der Grundlage ihrer spezifischen Bedürfnisse zu entwickeln." Systech verfügt über eine breite Palette an technischen Produkten und Fachwissen in diesem Bereich. Eines davon ist UniSecure mit seiner digitalen e-Fingerprint-Technologie. "Etiketten mit einem linearen UPC-Barcode und einem e-Fingerprint sind unmöglich zu replizieren", versichert Eastman. "Jedes Produkt, das auf den Markt kommt, wird identifizierbar in der Systech-Cloud gespeichert. Jeder in der Lieferkette kann dann das Etikett über die Systech-App überprüfen und authentifizieren. Die Verbraucher können das Gleiche tun."

Ein multinationales Unternehmen, das 16 verschiedene alkoholische Getränke der Spitzenklasse herstellt, wendet diese Technologie derzeit an. Umsatzeinbußen und vor allem die Sicherheit der Verbraucher waren die Hauptgründe für die Investition in die E-Fingerprint-Technologie. Das von Systech ins Leben gerufene Pilotprojekt war ein großer Erfolg, sowohl in Bezug auf die Genauigkeit als auch auf die Reaktionszeit. Inspektoren können nun die Echtheit von Produkten in Echtzeit durch einen schnellen Scan mit der Systech-App überprüfen. Eastman: "Was uns auszeichnet, ist die Skalierbarkeit unseres Angebots. Unsere Lösungen können an jedes Volumen angepasst werden, ohne die betriebliche Effizienz unserer Kunden zu beeinträchtigen. Und das gilt nicht nur für die Falschgelderkennung. Unsere Technologie kann genauso gut eingesetzt werden, um den Verbrauchern Informationen über die Herkunft und Nachhaltigkeit der von ihnen gekauften Produkte zu liefern. Sie kann eine Geschichte erzählen und zum Verbrauchererlebnis beitragen. In einer Welt, in der Lebensmittelunternehmen mit der Konkurrenz aus aller Welt konfrontiert sind, ist eine starke Marke wichtiger denn je."